Prag Exkursion WIPO Profil Q3d – September 2014 - Referate

Oberthema:  Deutsch-Tschechische Beziehungen in Vergangenheit und Gegenwart

Themen:

1.       Die Goldene Stadt Prag als Zentrum des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation - 14. Jahrhundert

2.       Prager Fenstersturz und Dreißigjähriger Krieg  

3.       1848 – Die Tschechische Nationale Wiedergeburt

4.       Prag - Zentrum der deutschen Literatur im 19./20. Jahrhundert

5.       Die Gründung der Tschechoslowakei  -  1918

6.       Das tschechisch-deutsche Verhältnis in der Weimarer Republik

7.       Das Münchener Abkommen und seine Folgen-  1938

8.       Die Tschechoslowakei  unter der Besetzung durch Nazi Deutschland  -  März 1939 – Mai 1945

9.       Befreiung der Tschechoslowakei  und Vertreibung der Sudetendeutschen – 1945

10.   Die Eingliederung der Tschechoslowakei  in den sowjetischen Machtbereich

11.   Der Prager Frühling 1968 und seine Rezeption in der BRD

12.   Die deutsche Entspannungspolitik und das Verhältnis zu der Tschechoslowakei

13.   Die Samtene Revolution  1989 – einschließlich: Die DDR Flüchtlinge in der deutschen Botschaft

14.   Die Auflösung der Tschechoslowakei  und die Entstehung von Tschechien und Slowakei

15.   Der wirtschaftliche und politische Transformationsprozess nach 1990

16.   Die deutsch-tschechische Wirtschaftsentwicklung nach 1990

17.   Tschechiens Beitritt in die EU bis zur tschechischen Ratspräsidentschaft

18.   Das politische System Tschechiens und seine Parteien

 

Formales: Umfang: jeweils 20 – 40 Minuten, Thesenpapier (1-seitig) / Mappe – Material für den Druck (als Word DOC ca. 5-6 Seiten) / Information zum Ort / Besichtigungspunkt.   Die Bewertung fließt in die WIPO Note ein!

 

Materialien und Links:

Die  virtuelle Stadtführung durch Prag hilft beim Finden der geeigneten Orte für die Referate.

Tschechen und Deutsche: Beim Begriff Tschechien fällt vielen Deutschen als erstes das goldene Prag, gutes preiswertes Bier und vielleicht noch Franz Kafka und Karel Gott ein. Und umgekehrt? Was verbinden Tschechen mit Deutschland -  laute Touristengruppen und sudetendeutsche Landsmannschaften? (Exil-Club: Ein Projekt der Else-Lasker-Schüler-Stiftung, Wuppertal)

Online Kurs: lo-net² - Tschechen und Deutsche

Informationen zur Politischen Bildung Heft 276: Tschechien

 

Kurze Einführungen in Ereignisse der tschechisch-deutschen Geschichte seit dem Mittelalter finden sich in einer Serie von Artikel, die im österreichischen Standard anlässlich des tschechischen EU-Beitritts  veröffentlicht wurden

KP-Herrschaft, Prager Frühling, Freiheit
Die Wiedergeburt der CSR war mit der durch Hitler ausgelösten Beendigung der vielhundertjährigen Symbiose zwischen Tschechen und Deutschen verbunden. Die Kommunisten beschritten den Weg zu 40jähriger Diktatur.

Die düsteren Jahre des "Protektorats"
Bereits am 21. Oktober 1938 beauftragte Hitler das Oberkommando der Wehrmacht, die Besetzung der "Rest-Tschechei" vorzubereiten. In dem gelähmten Land fand eine völlige Umkehrung der politischen Verhältnisse statt.

Der Weg zum Diktat von München
Die Zerstörung der Tschechoslowakei gehörte zu Hitlers strategischem Konzept. Die "Appeasementpolitik" der Westmächte glaubte, ihn mit der erzwungenen Abtretung der sudetendeutschen Gebiete zufriedenstellen zu können.

Die Tschechoslowakei - Insel der Demokratie
Die Erste Tschechoslowakische Republik blieb in einem Meer autoritärer und faschistischer Staaten Demokratie; doch das Minderheitenproblem blieb ungelöst.

Vielvölkerstaat Tschechoslowakei
Die Hoffnung auf eine "neue Schweiz", in der die Völker friedlich zusammenleben würden, musste im Zeitalter des Rufs nach "Selbstbestimmung" Wunschdenken bleiben.

Die Gründung der Tschechoslowakei
Der Erste Weltkrieg eröffnete den Tschechen die Chance für die nationale Unabhängigkeit. Masaryk und Benes gelang es, die Alliierten dafür zu gewinnen.

Hexenkessel des Nationalitätenhaders
Ende des 19. Jahrhunderts prallten die nationalen Gegensätze in Böhmen aufeinander.

1848: Pfingstaufstand in Prag
Die Wiener Revolution vom März 1848 führte zu Metternichs Sturz. Er wurde auch in Böhmen einhellig - von Tschechen wie von Deutschen - begrüßt. Doch bald spaltete der Nationalismus das Land.

Von Reformen zu nationalem Erwachen
Die Reformpolitik Maria Theresias und Josephs II. erleichterte das Los der Bauern und förderte die wirtschaftliche Entwicklung. Mit dem Aufstieg des Bürgertums erwachte ein neues tschechisches Nationalbewusstsein

Böhmen - Habsburgs unerschöpfliche Geldquelle
Der Absolutismus machte Böhmen zu einer habsburgischen Provinz unter anderen. Der Raub Schlesiens durch Preußens Friedrich II. veränderte die politische Landschaft.

Griff Wallenstein nach der Königskrone?
Der böhmische Adelige Wallenstein schien dem Kaiser die Macht über das Reich zu gewinnen; seine Ermordung veränderte vollends das böhmische Machtgefüge

Das Trauma vom Weißen Berg
Der Religionsstreit führte zum Aufstand der böhmischen Stände. Ferdinands II. Sieg folgte ein Strafgericht, das Böhmen zur habsburgischen Provinz degradierte.

Von der "Confessio Bohemica" zum Fenstersturz
Der Streit zwischen Königsmacht und Adelsrechten wurde unter den ersten Habsburgern vor allem als Konflikt der Konfessionen geführt - bis zum Eklat

Auf dem Weg zu Habsburgs Donaumonarchie
Der letzte national-tschechische König Georg von Podiebrad scheiterte letztlich an der konfessionellen Spaltung Böhmens. Dann erheiratete Habsburg Böhmen.

Die hussitische Revolution
Der Märtyrertod von Jan Hus in Konstanz löste den sozialrevolutionären Aufstand der Hussiten aus. Er führte auch zur massenhaften Vertreibung der Deutschen.

Der Märtyrertod des Jan Hus
Eine Gesellschaft im Geiste des Evangeliums und die Selbstfindung der Tschechen waren die Ziele von Jan Hus. Dafür musste er auf den Scheiterhaufen.

Justizmord an Johann Nepomuk
Kaiser Karls IV. Sohn Wenzel war den Aufgaben des deutschen und böhmischen Doppelkönigtums in einer Zeit religiöser und sozialer Unruhe nicht gewachsen.

"Vater Böhmens, Stiefvater des Reiches"
Der Luxemburger Kaiser Karl IV. (als Böhmenkönig I.) machte Prag zur Hauptstadt und zum kulturellen Mittelpunkt des Heiligen Römischen Reiches.

Luxemburger - von der Mosel an die Moldau
König Otakars Sohn und Enkel versuchten noch einmal, ein böhmisches Großreich aufzubauen. Mit ihrem frühen Tod endeten die Przemysliden.

Przemysl Otakars Glück und Ende
Der Versuch des Böhmenkönigs Przemysl Otakars II., ein Reich von den Sudeten bis zur Adria zu errichten, scheiterte an Rudolf von Habsburg.

Drei Anläufe zum böhmischen Königtum
Mit der Vereinigung der tschechischen Lande wuchs das Verlangen der Herzöge von Böhmen nach der Königskrone. Doch erst 1212 wurde Böhmen Erbmonarchie.

Wie aus Boiohaemum Cechy wurde
Im sechsten Jahrhundert wurde das böhmische Becken von Slawen besiedelt. Der Stamm der Tschechen einte es unter der Krone seiner Przemysliden-Fürsten.

Quelle: DER STANDARD.at

 

 

Sehr gut geeignet für die Vorbereitung der Referate und der Exkursion  ist die Sendereihe „Kapitel aus der tschechischen Geschichte“, die regelmäßig von Radio Prag ausgestrahlt wird.

Die folgenden ausgewählten Beiträge sind, jeweils verbunden mit einer kurzen Einführung in die Themen, besonders zu empfehlen und online hörbar:

tschechische Schicksalsjahre 1618, 1848, 1918, 1938, 1948, 1968

Achtung Acht! Tschechien und die Achter-Jahre (1)

Achtung Acht! Tschechien und die Achter-Jahre (2)

Achtung Acht! Tschechien und die Achter-Jahre (3)

Auf die Achterjahre folgen die … Neunerjahre!

2010

Wahl-Spezial: Rückblick auf die Regierungen Topolánek und Fischer

2003/1993

Die Geschichte der Tschechoslowakei und ihre Teilung vor 10 Jahren

1989/90

Samtene Revolution: Ein Reportage-Dokument vom Dezember 1989 in der Tschechoslowakei

Der 17. November 1989 und seine Vorgeschichte

Einige Sätze, die das kommunistische Regime vor 20 Jahren ins Schwanken brachten

1977

Die Geschichte der Charta 77 (Teil 1) und Die Geschichte der Charta 77 (Teil 2)

1972

Prager Vertrag vor 35 Jahren – der letzte Baustein in Brandts Ostpolitik

1968/69

„Das Moskauer Protokoll war die Kapitulation“ – Historiker Prečan im Interview

Vor vierzig Jahren verbrannte sich der Student Jan Palach selbst

„Es traf einen bis ins Innerste“ - Deutsche über den Prager Frühling 1968

Prag 1968: Original-Töne und Sendungen zum Jahrestag des Einmarschs

Der 21. August 1968 und der Tschechoslowakische Rundfunk

Kurzer Rausch der Freiheit – die Zivilgesellschaft im Prager Frühling 1968

Jiří Kosta zu 1968: „Dubček hatte den Menschen im Sinn“

1948 ff

Die Kollektivierung der Landwirtschaft - eines der schwersten Verbrechen des kommunistischen Regimes

Wie die Kommunisten an die Macht kamen – der Februar 1948

25. Februar 1948: Die Kommunisten ergreifen die Macht

 1939/45

Lidice, ein Dorf, das in einer Nacht aufhörte zu existieren

Das Heydrich Attentat (2) - Die Vernichtung von Lidice

Das Attentat auf Reinhard Heydrich und seine Folgen

Abkehr von der Demokratie - die Tschechoslowakei nach dem Münchner Abkommen

1938/391938/39

Flucht vor Hitler: Emigration der sudetendeutschen Sozialdemokraten 1938/39

Vor 70 Jahren besetzten deutsche Truppen Böhmen und Mähren

Widerstand gegen Hitlers Besetzung: 28. Oktober und 17. November 1939

Vor siebzig Jahren wurde das Münchner Abkommen unterzeichnet und Das Münchner Abkommen

September 1938

1919/38

Die deutsche Emigration in Prag 1933-1939

Tschechisch und Deutsch – Prags bilinguale Kultur 1900 - 1945

Weltwirtschaftskrise der 30er: Die Tschechoslowakei traf es besonders hart

Der Versailler Friedensvertrag

Vor 90 Jahren schlug die Geburtsstunde der Tschechoslowakei

19.Jahrhundert

Schlachtfeld Sprache - der Sprachenkonflikt zwischen Tschechen und Deutschen im 19. Jahrhundert

Als Kanonen die Revolution zerschossen – das Jahr 1848 in Böhmen

Der 390. Jahrestag der Schlacht am Weißen Berg: 1618/48

Albrecht von Waldstein (Wallenstein) - Ideal und Wirklichkeit in der Geschichte

Der Prager Fenstersturz

Kurzer Frieden der Religionen: der Majestätsbrief Rudolfs II. von 1609

14./15.Jahrhundert

Die Karlsbrücke in Prag: "Aus der besten Zeit der tschechischen Geschichte"

590. Todestag von Jan Hus - Historiker hinterfragen: Inwieweit ist Hus noch heute aktuell?

 

Weitere Links zu Einzelthemen:

Der Wortlaut der Deutsch-tschechischen Erklärung über die gegenseitigen Beziehungen und deren künftige Entwicklung 1997

Berichterstattung des SPIEGELS über die Ereignisse im August 1968 in Prag: Heft 30/1968 "Sowjetschatten über Prag", Heft35/1968 " Tschechische Tragödie", Heft 36/1968 "Tschechische Tragödie - Zweiter Akt"

Wolfgang Kraushaar über die APO in Westdeutschland und den Prager Frühling 1968: "Das 20. Jahrhundert ist vorüber" (TAZ 2009)

Die Zerstörung der Tschechslowakei: Diskussion über Täter und Opfer und Schuld und Verantwortung im III. Reich (haGail.com)

 

Als Ergänzung sehr interessant: Die Geschichte der tschechischen Musik  (Sendereihe Radio Prag)

Auf diesen Seiten können Sie sich mit der Geschichte der tschechischen Musik und ihrer wichtigsten Vertreter vertraut machen. Die Musikgeschichte lässt sich in unterschiedlicher Weise unterteilen. Auf folgenden Seiten wird die tschechische Musik in sechs Epochen untergliedert: Mittelalter, Renaissance, Barock, Klassizismus, Romantik und die Musik des 20. Jahrhunderts. Jede Epoche wird kurz charakterisiert, angefügt wird auch eine Liste der jeweils wichtigsten Komponisten. (http://www.radio.cz/de/static/musikgeschichte )

zum Vertiefen: "Meine kleine Anthologie tschechischer Musik" (H. Schröder)

 Tschechische-Deutsche Literatur:

Informationen über den Meister der literarischen Reprotage, Egon Erwin Kisch, den rasenden Reporter

Franz Kafka: http://www.franzkafka.de/franzkafka/home/  und  www.kafkaesk.de

 

Tipp: Böhmische Dörfer - Geschichten aus Tschechien: In seinem Videoblog "Böhmische Dörfer - Geschichten aus Tschechien" berichtet ARD-Korrespondent Danko Handrick regelmäßig aus dem Studio Prag über das Leben in unserem Nachbarland. Er zeigt, was die Menschen in der Tschechischen Republik bewegt, und gibt Einblicke in den Alltag.

G.Clasen, 25. Sept. 2014